12.04.2008

Schiff im Trockendock

Manchmal entsteht beim Naikan eine individuelle Bildsprache, wie sie treffender nicht sein kann.

Ein Naikan-Teilnehmer beispiels­weise sah sich selbst in einem Traum, der schon einige Jahre zurück lag, als Schiff, genauer gesagt als Schiff, das schwer beschädigt war.
Ich fragte ihn, nachdem er mir den Traum erzählt hatte: “Und was macht man mit einem Schiff, das schwer beschädigt ist?” Seine Antwort: “Reparieren.”

Ja, er hatte sich entschieden, sich mit seinem Schiff ins Naikan-Trockendock zu begeben und sich an umfassende Reparaturarbeiten zu machen.
Aus meiner Sicht kann ich sagen: Die Reparaturarbeiten sind sehr gut vorangegangen.
Aus seiner Sicht sagte er mir, dass er sich besser und klarer fühlte im Laufe des Naikans.
Selbstverständlich sind im Naikan nicht immer umfassende Reparaturen notwendig, das heißt, nicht immer ist das Verarbeiten von verletzenden Erfahrungen im Naikan ein Thema.

Sein Schiff ins Trockendock zu bringen ist auch dann sinnvoll, wenn man einen einfachen Check über den gegenwärtigen Zustand machen möchte.



Es kann nur von Vorteil sein, wenn man seine eigenen Stärken und Schwachstellen genau kennt. Naikan ermöglicht darüber hinaus eine bessere Wahrnehmung und Einschätzung für das Umfeld, in dem man sich bewegt.

Und außerdem: Man kann nicht Non-Stop im Einsatz sein, Ruhephasen sind wichtig für die innere Balance.

In diesem Sinne:
Steuert Euer Schiff sicher durch alle Gewässer und nehmt Euch manchmal Zeit für einen Check im Trockendock!

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