09.03.2011

Schriftliches Naikan: (Un-)Klarheit

"Die Tatsache, dass ich die Dinge benannt und aufgeschrieben habe, hat mir letztes Mal besonders gut getan, weil durchs Aufschreiben, habe ich mich noch mal mit diesen Themen befasst und es bekam alles seinen Platz und das war nicht mehr dieser gesamte Brei, der sonst dieses 'alles ist mir zu viel Gefühl' zurücklässt."

Diese Rückmeldung bekam ich vor kurzem von einer Frau, die zwei Monate lang eine Form von schriftlichem Naikan gemacht hat. Sie reflektierte jeden Tag unter dem speziellen Blickwinkel:

In welchen Situationen habe ich heute Unklarheit bzw. Klarheit erlebt?

1. Naikan-Frage:
Was habe ich in dieser Situation bekommen? Wer hat in dieser Situation etwas für mich gemacht, mich unterstützt?

2. Naikan-Frage:
Was habe ich zu dieser Situation beigetragen? Durch welche Handlungen, Worte, Gedanken habe ich diese Situation genährt, unterstützt?

3. Naikan-Frage:
Welche Schwierigkeiten habe ich in dieser Siutation verursacht? Welchen Personen, wodurch? Mir selbst, wodurch?

Die Erfahrung zeigt, dass es noch einen zusätzlichen Schritt der inneren Klärung ermöglicht, wenn man die Ergebnisse der Reflexion in einem Naikan-Tagebuch notiert.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Liebe Johanna,
das sind wirklich sehr gute und klärende Fragen, die ich jetzt für einige Zeit in mein tägliches Tagebuchschreiben einfügen werde.
Danke und liebe Grüße
Monika Krampl

Johanna Schuh hat gesagt…

Liebe Monika,
freut mich, dass du die Fragen gut verwenden kannst :-)
Liebe Grüße, Johanna