01.10.2011

Mini Zeitfenster für innere Ruhe

Steffi Pelz / pixeIio.de
Immer wieder werde ich gefragt: Wie kann man im Alltag Ruhe finden und Naikan praktizieren?

Eine Möglichkeit Naikan im Alltag einzubauen ist Mini Zeitfenster dafür zu finden. Vielleicht finden Sie Gewohnheiten, die eine Art Leerlauf sind oder mit unsinniger Zerstreuung gefüllt werden.

Hier sind einige Ideen von Mini Zeitfenstern, in denen Sie Naikan üben können:
  • wenn Sie Gemüse schneiden
  • wenn Sie Ihren Arbeitsplatz aufräumen
  • wenn Sie die Treppen zu Ihrer Wohnung hochsteigen
  • wenn Sie Ihren Mantel an- oder ausziehen
  • wenn Sie Ihre Zähne putzen
  • wenn Sie in Ihrer Wohnung Ordnung schaffen
  • wenn Sie den Müll runterbringen
  • wenn Sie Ihren täglichen Sport oder Körpertraining ausüben
  • wenn Ihre Pflanzen gießen
  • wenn Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen
  • wenn Sie im Zug oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren
  • ...
Es genügen einige wenige Minuten, in denen Sie Ihre Aufmerksamkeit auf sich selbst und Ihr Innenleben lenken. Eine bereits bestehende Gewohnheit mit Naikan zu verknüpfen kann dabei eine gute Hilfestellung sein. Probieren Sie es aus!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Guten Tag, als ich den Beitrag las dachte ich an die Geschichte "wenn ich sitze dann sitze ich, wenn ich gehe dann gehe ich....". Wann kann man Naikan nebenbei machen? In Ihren e book zum schriftlichen Naikan schreiben Sie auf Seite 11 auch, man solle es nicht nebenbei machen. Wann ja? Wann nein?
Ich finde den Blog und Ihre Texte sehr gut! Danke!

Johanna Schuh hat gesagt…

Hallo, danke für diesen Beitrag!
Wann kann man Naikan nebenbei machen: Wenn eine Tätigkeit keine Konzentration im Außen erfordert. Beim Autofahren oder Radfahren ist es eher ungünstig, weil man auf den Verkehr achten muss. Beim Geschirrspülen, Bügeln, in der Bahn oder U-Bahn hat man günstige Bedingungen, weil man die Außenwelt nicht so genau im Auge behalten muss. Da kann man den Blick ganz gut nach innen wenden. Am besten ausprobieren, was für Sie persönlich funktioniert. Es kommt auch darauf an, in welcher Intensität Sie sich mit Naikan beschäftigen möchten. Wenn Sie die Vergangenheit aufarbeiten wollen ist Rückzug empfehlenswert - denn da möchte man Schutz haben, falls sich schwierige Erinnerungen zeigen. Wenn Sie einfach auf den Tag zurück schauen oder die jüngsten Ereignisse in Bezug auf eine bestimmte Person mit Naikan beleuchten wollen, dann können Sie das neben einer Tätigkeit (Spaziergang, Hausarbeit ...) gut einbauen. Ein Wort noch zu "wenn ich sitze dann sitze ich, wenn ich gehe dann gehe ich...." - ja, das ist Achtsamkeitstraining und absolut wertvoll. Gleichzeitig müssen wir als Teil dieses Lebens auch prüfen, was wir tun, getan haben, tun werden - eine Analyse unseres Tuns, damit der Augenblick frei gelebt werden kann. Meist läuft diese Analyse ohnehin so nebenbei bzw. immer wieder mal, mit Naikan können Sie das strukturiert tun. - Danke nochmal für Ihre Überlegungen! Johanna Schuh