23.11.2014

Gewohnheiten ändern ... und schätzen

Wieder hat mich ein Buch gefunden, das mich überrascht hat und überzeugt: "Jeder Tag hat viele Leben" von Clemens Sedmak. Darin geht es um Gewohnheiten - ihre Bedeutung in unserem Leben und wie man sie ändern kann.

Immer wieder kommen Menschen zum Naikan, die eine Gewohnheit ändern wollen, die sie als hinderlich in ihrem Leben empfinden. Naikan bietet einen ersten Schritt dazu an: genau hinschauen, die Gewohnheit erforschen, klar erkennen, was man wie macht. Die Gewohnheit anerkennen, sie nicht nur als Feind sehen, sondern auch als hilfreichen Freund. Und in der Stille Alternativen finden. 

Nein, es ist kein Schritt-für-Schritt-Anleitungsbuch, wo man gleich ein schlechtes Gewissen bekommt, weil man es ja doch nicht macht. Es ist ein inspirierendes Buch,
das die Gewohnheiten aus vielen Blickwinkeln beleuchtet und Erfahrungen aus der Praxis von Menschen beinhaltet, die sich 30 Tage darauf eingelassen haben, eine Gewohnheit zu ändern. Ansichten über Gewohnheiten einiger großer Denker der Vergangenheit sind eingeflochten.

Ich wusste nicht, dass Gewohnheit auch vom Wortursprung etwas mit "Wohnen" zu tun hat: sich in seinem eigenen Leben wohnlich einrichten, durch Gewohnheiten innere Räume schaffen.

Drei Dinge sind die Basis, damit die Änderung einer Gewohnheit überhaupt gelingen kann: WAS möchte ich WARUM und WIE ändern? Wenn man auf diese drei grundlegenden Fragen eine klare Antwort findet, stehen die Chancen gut, sich die alte Gewohnheit ab- und die neue Gewohnheit anzugewöhnen.

Es sind die kleinen Schritte, das Üben jeden Tag, was eine Gewohnheit entstehen lässt. Dran bleiben, weiter machen, auch wenn man auf Widerstände stößt. Das Abenteuer der neuen Erfahrungen erleben.

Das Buch ist angenehm zu lesen, bietet gute Anregungen und ist praxisnah. Was Gewohnheiten wertvoll macht, wo sie hinderlich werden und vor allem wie man ganz praktisch mit ihnen arbeiten kann - davon erzählt dieses Buch. Empfehlung!

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