23.04.2015

Bio oder nicht-bio? Bei mir genießt beides dieselbe Wertschätzung

Wir wollen gut essen, hochwertige Nahrungsmittel zu uns nehmen, Bio ist gut, vegan ist (nach derzeitiger Meinung) besser, konventionell angebaute Lebensmittel sind schlecht. Natur pur will man haben.

Es spricht ja nichts dagegen, wenn man auf umweltfreundliche und menschenverträgliche Produktion von Nahrungsmitteln achtet. Aber die Abwertung konventionell angebauter Lebensmittel geht mir ehrlich gesagt gegen den Strich. Ich überlege mir das manchmal: Jetzt hat es so eine Karotte, die sich in einem minderwertigen Boden hochkämpfen muss, torpediert von Pestiziden, gepusht von Düngemitteln, in einer völlig karottenfeindlichen Jahreszeit trotz aller widrigen Umstände geschafft zu wachsen und eine ausgewachsene, hübsche Karotte zu werden, die auch nach Karotte schmeckt. Dann möchte ich ihr doch Wertschätzung entgegen bringen, ich finde, das hat sie verdient.

Ich kaufe meine Karotten mal Bio, mal nicht. Ich bemühe mich, jeder Karotte, jedem Gemüse, jedem Lebensmittel dieselbe Wertschätzung entgegen zu bringen, egal wie es aufgewachsen ist.

Falls es jemanden interessiert: Auf dem Foto habe ich Butternusskürbis (bio) mit Lauch (nicht bio) in Butter (nicht bio) geschmort mit Salz und Pfeffer (keine Ahnung, ob bio oder nicht). Dazu Basmati-Reis (nicht bio) und Belugalinsen (aber sowas von bio). Der Salat war geraspelter Kohlrabi (nicht bio). Die Nachspeise war Banane (bio) mit Vanillepudding (Milch nicht bio). Also bunt gemischt und alles möglichst hübsch angerichtet. Guten Appetit!

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