03.05.2015

Naikan zum Muttertag


Ihr Leben begann, weil Ihre Mutter Sie geboren hat. Deshalb ist die erste Person, die man im Naikan betrachtet, die Mutter (oder jene Person, die ab Ihrer Geburt die Mutterrolle ausgefüllt hat). 
 
Bald ist Muttertag. Wie wäre es, die Erlebnisse mit der Mutter wieder ins Bewusstsein zu holen?
 
Hier der Naikan-Praxistipp:
 
Nehmen Sie sich täglich 15 bis 30 Minuten Zeit. Wählen Sie einen ruhigen Platz, wo Sie ungestört nachdenken können.
 
Beginnen Sie mit dem ersten Zeitabschnitt Ihres Lebens, ab Ihrer Geburt bis zum Schulbeginn (als Sie 0-6 Jahre alt waren) und holen Sie die Erinnerung an jene Zeit aus Ihrem Gedächtnis hervor. Fragen Sie sich die drei Naikan-Fragen:

1. Naikan-Frage: Was hat meine Mutter für mich gemacht in dieser Zeit? 
2. Naikan-Frage: Was habe ich für meine Mutter gemacht in dieser Zeit? 
3. Naikan-Frage: Welche Schwierigkeiten habe ich meiner Mutter bereitet?
 
Die Antworten, die Sie zu den Naikan-Fragen finden, können Sie in ein Naikan-Tagebuch schreiben. Verwenden Sie ein hübsches Büchlein oder auch den Computer.

Danach – am nächsten Tag – nehmen Sie sich den folgenden Zeitabschnitt Ihres Lebens für Ihr Naikan gegenüber der Mutter vor. Zeitabschnitte von 4-6 Jahren sind empfehlenswert, nun z.B. die Zeit als Sie 6-10 Jahre alt waren. Durchleuchten Sie wieder Ihre Erinnerungen an diese Zeit mit Hilfe der drei Naikan-Fragen, 15 bis 30 Minuten lang. Die Antworten können Sie wieder in Ihrem Naikan-Tagebuch notieren. 
 
Untersuchen Sie Ihre Beziehung zu Ihrer Mutter Zeitabschnitt für Zeitabschnitt bis heute (oder falls sie bereits verstorben ist, bis zu ihrem Tod). So entfaltet sich Ihr Leben in Ihren Augen auf ganz neue Weise.

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