23.10.2015

Wir alle haben eine elementare ethische Urquelle in uns


Ich beobachte es bei den Menschen, die ich beim Naikan begleite: Ausnahmslos jeder Mensch hat ein tiefes Gespür und Wissen für das, was richtig und falsch ist. Der Maßstab für richtig und falsch ist einerseits sehr individuell und gleichzeitig universell. 

Universell für alle Menschen gilt, dass sie es spüren, wenn sie sich selbst verletzen oder wenn sie andere verletzen. Wenn man diese Wahrnehmung nicht wegschiebt - und dafür gibt es tausende Gründe -, dann fühlt und weiß man, dass ein Handeln falsch war, weil es verletzt hat. Und man fühlt und weiß, dass es richtig war, wenn man so gehandelt hat, dass es heilsam war, dem Leben dienlich.

Der Dalai Lama spricht mir aus der Seele, wenn er in seinem "Appell" sagt: "Aber ich sehe immer deutlicher, dass unser spirituelles Wohl nicht von der Religion abhängig ist, sondern der uns angeborenen menschlichen Natur, unserer natürlichen Veranlagung zu Güte, Mitgefühl und Fürsorge für andere entspringt. Unabhängig davon, ob wir einer Religion angehören oder nicht, haben wir alle eine elementare und menschliche ethische Urquelle in uns. Dieses gemeinsame ethische Fundament müssen wir hegen und pflegen."

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