03.12.2015

Schweigen ist unverstellte Begegnung

In unserer lauten und schnellen Zeit werden wir ständig mit Eindrücken bombardiert. Um sich in diesem Lärm noch verständigen zu können gilt beinahe ausschließlich das Wort als anerkannte Kommunikationsform.

Doch das Wort, das Gespräch, das miteinander Reden braucht eine tiefere Basis. Man muss in sich hinein hören um herauszufinden, was man wirklich mitteilen möchte. Zuerst still werden, das ist das Geheimnis.

Max Picard schreibt in seinem Buch Die Welt des Schweigens: „Der Mensch, in dessen Wesen noch das Schweigen ist, bewegt sich vom Schweigen her in die äußere Welt, das Schweigen ist die Mitte des Menschen. Die Bewegung geht dann nicht unmittelbar von einem Menschen zum anderen, sondern vom Schweigen des einen Menschen zum Schweigen des anderen.“

Jeder, der Naikan oder eine andere Form des Rückzugs in die Stille erlebt hat, weiß um diese unverstellte Begegnung im Schweigen. Es ist eine unendlich schöne und wertvolle Erfahrung.

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