23.02.2016

Die Stille

Lama Anagarika Govinda schreibt in seinem Buch „Der Weg der weißen Wolken“: „Um die Bedeutung der Ereignisse unseres Daseins zu verstehen, um die seltsam verwobenen Muster und Figuren des Schicksals [...] wahrzunehmen, müssen wir von Zeit zu Zeit hinter uns schauen, um den Verlauf der Hauptfäden dieses komplizierten Gewebes, das wir Leben nennen, zu ihren Ursprüngen zurückzuverfolgen. Ein Blick, ein paar leicht hingeworfene Worte, die Bruchstücke einer Melodie, deren Klänge durch die Stille eines Sommerabends an unser Ohr getragen werden; ein Buch, das zufällig unseren Weg kreuzt, ein Gedicht, ein erinnerungsbeladener Duft – solche scheinbar zufälligen Eindrücke können Impulse hervorbringen, die unser ganzes weiteres Leben ändern und bestimmen, oder den Schlüssel zu den tieferen Geheimnissen unserer Vergangenheit in sich bergen.“

In der Stille des Naikan können wir genau das erleben: Scheinbar unbedeutende Ereignisse der Vergangenheit rücken in ein völlig neues Licht und erweisen sich als tiefgreifende Wegweiser und Wegbereiter auf unserem Lebensweg.

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